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Portrait


Lancia Fulvia Berlina C1 – Liebe auf den 2. Blick



Datum: 07.10.2011     Autor: Kay MacKenneth

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Sehen Sie hier das exklusive Video über den Oldtimer Lancia Fulvia Berlina C1

Lancia Fulvia Berlina C1
Lancia Fulvia Berlina C1

Sieht aus wie ein „Schuhkarton“ oder „Kuriosotät auf Rädern“ waren die Bemerkungen, mit denen der Lancia Fulvia Berlina schon gleich bei seiner Präsentation auf dem Genfer Automobilsalon 1963 zu kämpfen hatte. Zu ungewohnt war die kantige Form der Limousine aus Italien.

Die steile Front und das abgeschnittene Heck mit der hohen geraden Gürtellinie lassen die Karosserie zusätzlich kastenförmig wirken. Doch wohlgesonnen verdient es dieser Oldtimer, dass man ihm einen zweiten Blick gönnt. Denn zu schön sind die Details, die ob der Kastenform ins Abseits geraten.

Am Heck recken sich frech die beiden geschwungenen Kotflügel-Oberkanten gen Himmel. Dieses „Entenbürzel“-Heck findet man nur bei der ersten Serie der Fulvia Berlina Modelle. Die Stoßstangen werden neben dem Nummernschild beidseitig von Stoßecken unterbrochen. Ungewöhnlich geformte Sicken unterbrechen die strengen klaren Linien.


Auf der Motorhaube läuft die mittige Zierleiste stumpf aus, an deren Front ein eingesetztes L prangt.

Auch die Front- und Heckscheibe tragen durch ihren Steilstand dazu bei, dass die Form des kleinen Lancia wenig winschnittig wirkt, doch der Rundumblick ist gewährleistet.

Wie alle Lancias bis zur Übernahme durch Fiat, zählte auch dieser Kleine zu den Sternen des Südens, denn Lancia galt auf Grund seiner perfekten Verarbeitung als italienischen Königsklasse und wurde gerne als „Mercedes des Südens“ bezeichnet. Die hohe Qualität damaliger Produkte zeigt sich auch in diesem komplett original erhaltenen und unrestaurierten Fahrzeug, das nur von einem einzigen Besitzer – einem italienischen Monsignore - gefahren wurde.


Im Innenraum wirkt der Lancia geräumig und bietet vier Personen Platz. Am Armaturenbrett ist schlichtes Design angesagt. Ein kleiner mittiger Trommeltachometer zeigt die Geschwindigkeit an. Das 4-Gang-Getribe wird über die Lenkradschaltung bedient.

Sportlich war diese Lancia Fulvia Berlina Limousine auch in ihren Jugendtagen nicht. Gemütlich nimmt sie den Start im ersten Gang und kommt eher gemächlich auf Touren.

Auch wenn der 1,1 Liter V-Vier Motor mit einer Winkelanordnung von 12° dem Fahrer eine Leistung von 61 PS bietet, ist das zu wenig bei einem Fahrzeug-Gesamtgewicht von knapp über 1000 kg. So kommt es, dass dieser Fulvia erst nach einem sehr langen Anlauf die Höchstgeschwindigkeit von knapp 100 km/h erreicht. Wer Entspannung sucht, ist hier richtig.

Lancia Fulvia Berlina C1
Lancia Fulvia Berlina C1

Eine weitere Besonderheit des Motors ist auch der von beiden Zylinderbänken gemeinsam genutzten Zylinderkopf und Nockenwellengehäuse. Zwei obenliegende Nockenwellen steuern ebenfalls beide Zylinderbänke, die rechte Welle ausschließlich die Einlassventile, links die Auslassventile. Um die Bauhöhe der Front zu verringern ist der Motor innerhalb eines Hilfsrahmens , gemeinsam mit Getriebe und Vorderradaufhängung, um 45° nach links geneigt eingebaut.

Der Lancia Fulvia Berlina ist ein seltener Italiener, von denen nur noch wenige Exemplare zu finden sind. Ein zweiter Blick, der sich lohnt.









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