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Mille Miglia- die Vorschau 2012



11.05.2012   Text: Oliver Kammern

Oldtimer Mille Miglia
Oldtimer Mille Miglia

Die heutige Mille Miglia ist eine Oldtimerfahrt, an der nur Fahrzeugtypen teilnehmen dürfen, die in der Epoche des Straßenrennens (1927 bis 1957) gestartet sind. 2012 wird diese historische Mille Miglia – die als eine der bedeutendsten Klassiker-Veranstaltungen weltweit gilt – zum 30. Mal ausgetragen. Ziel der Veranstalter ist es, das Feld nicht nur mit authentischen Fahrzeugen zu besetzen, sondern möglichst viele Original-Fahrzeuge aus der Epoche der Straßenrennen auf die Strecke zu bringen. 176 Fahrzeuge aus der ganzen Welt gehen an den Start der strapaziösen Tour. Alle großen Hersteller sind mit ihren historischen Fahrzeugen auf der Mille Miglia vertreten. Die Route führt in drei Tagen am Gardasee vorbei über Verona, Vicenza und Padua nach Ferrara, dem ersten Etappenziel. Von hier aus geht es am weiter nach Ravenna, durch die Republik San Marino nach Rom. Die dritte Etappe führt von Rom nach Viterbo, Siena, Florenz, Bologna, Modena, Reggio nell’Emilia und Cremona, bevor die Teilnehmer am 19. Mai wieder in Brescia ankommen. Die Siegerehrung findet am 20. Mai statt. In diesem Jahr führt die Route der Mille Miglia durch die Provinzen Lombardei, Venetien, Emilia Romagna, durch die Marken, Umbrien, das Latium und die Toskana.

Mercedes-Benz
Neben dem 300 SL Rennsportwagen (W 194) ist Mercedes-Benz Classic deshalb mit einer großen Zahl weiterer exklusiver Fahrzeuge im Feld vertreten – vom Tourensportwagen SSK bis zum Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S) und dem Seriensportwagen 300 SL (W 198 I). Darunter sind der 300 SLR, mit dem Juan Manuel Fangio 1955 die Mille Miglia bestritt (damals Startnummer 658, Platz 2 im Gesamtklassement) und der Seriensportwagen 300 SL, mit dem John Cooper Fitch den Klassensieg der GT-Sportwagen über 1,3 Liter Hubraum errang (Startnummer 417, Platz 5 im Gesamtklassement). Ebenfalls am Start ist ein Mercedes-Benz 180 D – eine Limousine dieses Typs siegte 1955 in der Dieselklasse.

BMW
Die Bayerische Flotte wird angeführt vom BMW 328 Touring Coupé, der das historische Rennen 1940 gewonnen hatte. Insgesamt sind zwölf BMW 328 am Start für die traditionsreiche Tour von Brescia nach Rom und zurück. Natürlich darf auch die prominente Besetzung nicht fehlen: Ex-Rodler George Hackl, Prinz Leopold von Bayern, Ex-Rugby-Star Sir Clive Woodward und die erfahrenen Mille Miglia Sieger Giuliano Cané und Lucia Galliani.

Volkswagen Group
Auch bei der Mille Miglia 2012 geht Volkswagen Classic wieder mit geballter Käfer-Dynamik an den Start: Gleich drei nach historischem Vorbild modifizierte Käfer werden die Tradition neu aufleben lassen.
Die Teams des Volkswagen Konzerns und von Porsche gehen diesmal mit insgesamt 17 Fahrzeugen auf die Strecke zwischen Brescia nach Rom und wieder zurück. Bugatti kommt mit historischem Renngerät vom Schlage eines Type 35 und eines Type 51, Bentley hat gleich zwei der legendären „Blower“ gemeldet, Audi Tradition tritt unter anderem mit dem DKW 3=6 Monza und dem DKW F91 an. Natürlich stehen auch automobile Preziosen von Porsche auf der Teilnehmerliste.

Porsche
Das berühmte Langstrecken-Straßenrennen werden zwei Porsche 550 Spyder, 356 Speedster 1500, 356 Speedster 1600, 356 Speedster 1600 S und 356 Coupé Knickscheibe bestreiten. Die Zifferkombinationen 550 und 356 stehen für namhafte Mille Miglia-Erfolge der Zuffenhausener Sportwagenmarke. Als erstes Porsche-Fahrerteam siegte das deutsche Duo Prinz von Metternich und Graf von Einsiedel im Jahr 1952 auf einem Porsche 356 1100. In der 1,1 Liter-Klasse gingen die ersten drei Platzierungen an Sportwagen aus Zuffenhausen, was das Potenzial des Porsche 356 eindrucksvoll verdeutlichte. Im Folgejahr 1953 startete in Brescia eine regelrechte Phalanx von nicht weniger als 18 Sportwagen des Typ 356. Als die erfolgreichsten Porsche-Teams sicherten sich Hans Herrmann und Erwin Bauer den ersten Platz bei den Sportwagen bis 2 Liter Hubraum, in der 1300er Wertung siegten Hans Leo von Hoesch und Werner Engel. Den wohl spektakulärsten Einsatz erfuhr der 550 Spyder bei der Mille Miglia im Jahr 1954. Kurz vor einem durchfahrenden Zug steuerte Werksfahrer Hans Herrmann den flachen Mittelmotor-Sportwagen unter einer geschlossenen Bahnschranke durch, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Am Ende erzielte das Duo Herrmann/Linge einen Klassensieg und einen beeindruckenden 6. Gesamtplatz. An diesen Erfolg konnte Porsche auch 1955 anknüpfen: Diesmal waren es Wolfgang Seidel und Helmut Glöckler, die im 550 Spyder die 1,5 Liter-Sportwagenklasse gewinnen konnte. 1956 verhinderte starker Regen einen Erfolg des von Hans Herrmann pilotierten Porsche 550 A Spyder, doch dank Olof Persson und Gunnar Blomquist (356 1500 Carrera) sowie Harald von Saucken und Georg Bialas (356 1500 Speedster) gingen dennoch zwei Klassenerfolge an Porsche. Bei der letzten klassische Mille Miglia im Jahr 1957 war es der Italiener Umberto Maglioli, der im Porsche 550 A Spyder bei dem Sportwagen bis 1500 cm3 siegte. In der fast ausschließlich mit Porsche 356 Carrera besetzten Gran Turismo-Kategorie von 1300 bis 1600 cm3 holten sich Paul-Ernst Strähle und Herbert Linge den hart umkämpften Klassensieg.

Jaguar
Jaguar geht mit zwei Jaguar MK VII, drei Jaguar C-Types und vier Jaguar XK an den Start der legendären Strecke. Mit an Bord sind Schauspieler Bernard Kunth und TV-Koch Johann Lafer.



3 Tage LIVE dabei sein

Donnerstag, 17. Mai
Brescia
Ab 09:00 Fahrzeugabnahme, Piazza della Loggia. Klassiker-Moderator Simon Kidston präsentiert die Fahrzeuge.
Besuchen Sie die Ausstellung „Mercedes-Benz Champions at Mille Miglia“ im Mille-Miglia-Museum. Mit dem Museum hat Daimler im Januar 2012 eine Kooperation geschlossen. Die aktuelle Ausstellung zeigt neben dem Start der 300 SL Rennsport-Prototypen 1952 unter anderem die legendären Siege von Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz SSKL im Jahr 1931 und von Stirling Moss auf Mercedes-Benz 300 SLR im Jahr 1955.
Ab 17 Uhr: Chance alle Fahrzeuge nochmals in Ruhe anzuschauen, denn die Teilnehmer stärken sich vor dem Start im Mille Miglia Museum.

18:45 Viale Venezia
Drei Autos starten pro Minute über die Rampe. Tipp: Rechtzeitig zu Fuß hingehen.

Verona
Ab ca. 21:30 Uhr
Durchfahrt über die hell beleuchtete Piazza Bra vor der Opera di Verona.

Ziel Etappe 1: Ferrara (Piazza del Castello)
Ab ca Mitternacht treffen die ersten Fahrzeuge in der Altstadt ein.

Tag 2
08:00 Start der ersten Fahrzeuge (über die Via del Baluardi)
09:18 Ravenna (Via Faetina)
10:34 Gamettola (nordöstlich von Rimini)
11:16 Republik San Marino – einer der Höhepunkte für die Fahrer am 2. Tag
12:35 Badia Tedala. Ab hier führt die Route über die Appeninnen.
17:25 Spoleto
21:00 Erste Fahrzeuge in Rom auf der Zielrampe beim Castel Sant‘ Angelo

Tag 3
06:30 Start beim Castel Sant’Angelo
08:10 Durchfahrt in Viterbo
09:55 Radicofani. (Malerischer kleiner Ort)
11:25 Buonconvento
11:50 Siena (Palazzo Publico)
13:11 San Casciano in Val di Pesa
13:46 Durchfahrt Florenz (Staugefahr)
17:37 Modena (Durchfahrt vor dem neuen Museo Enzo Ferrari)
18:47 Reggio Emilia (Piazza della Vittoria)
19:23 Parma (Durchfahrt vor dem Dom)
20:03 Casalmaggiore
20:50 Cremona (Piazza del Dome)
22:00 Brescia (erste Fahrzeuge an der Zielrampe nach 15 Stunden Fahrt)





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