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Mit Dampf von den Rockies nach Stuttgart



Datum: 31.12.2011     Autor: Adrien Duncan

Was Freelan Oscar Stanley in Angriff nahm, erledigte er gründlich und mit Weitblick. Als der Chef der Stanley Motor Carriage Company aus gesundheitlichen Gründen in die Höhen der Rocky Mountains ziehen musste, baute er 1909 nicht nur ein Luxus-Resort, sondern konstruierte für die feinen Gäste eigens einen Mountain Wagen. Der brachte die Urlauber ganz bequem vom Bahnhof in das 2286 m hoch gelegene Stanley Hotel, das viele Jahre später Schauplatz der Film-Klassikers „Shining“ werden sollte. Der Stanley Mountain Wagen ist eines der Dampffahrzeuge, die zu nächsten Retro Classics (22.3.-25.3.) nach Stuttgart kommt.

Stanley Steamer Oldtimer
Stanley Steamer Oldtimer

Hoch oben in den Rocky Mountains, auf 2286 m über dem Meeresspiegel, thront das Stanley Hotel. „Old world style“ beschreibt das Hotel seinen eigenen Stil. Das eindrucksvolle Gebäude hat bereits mehr als 100 Jahre auf dem Buckel und eine Geschichte, von der andere nur träumen können. Sein Gründer war der Dampf-Fahrzeugehersteller Freelan Oscar Stanley. Mit Zwillingsbruder Francis hatte er nicht nur mit Dampf betriebene Fahrzeuge, sondern auch Geigen gebaut, und experimentelle Fotographie-Projekte durchgeführt. F.O. Stanley war ein Multitalent, der jedes Projekt mit der ihm eigenen Gründlichkeit anging. Als er wegen eines Astma-Leidens gen Westen in die Rocky Mountains ziehen musste und 1903 in Estes Park ankam, fand er, dass zu wenig Angebot in dem Städtchen vorhanden waren und begann die Wirtschaft anzukurbeln.

Von Lord Dunraven kaufte er ein großes Gelände und baute darauf das erste Luxus-Resort im Rocky Mountain National Park. Er baute Straßen und konstruierte das erste neunsitzige Dampf-Gefährt seiner Zeit, um damit die Urlauber, die mit viel Gepäck am Bahnhof ankamen, bequem zum Hotel zu kutschieren. Der Hotelbetrieb florierte und schließlich wurden insgesamt sieben der busratigen Fahrzeuge gebaut. Eine kleine Serienproduktion startete, denn die Stanley Motor Carriage Company war der einzige Anbieter eines solchen Wagens.
Stanley Steamer Oldtimer
Stanley Steamer Oldtimer

„Mit einem Stanley Steamer zu fahren“, so erzählt der heutige Besitzer, der den Wagen nach Stuttgart zur Retro Classics (22.3.-25.3.) bringen wird „ist viel mehr als einsteigen und losfahren. Der Startvorgang dauert je nach Wetter bis zu einer Stunde. Mit einem Handbrenbner wird das Ventil der Zündflamme vorgeheizt, bevor die Flamme angezündet wird. 15 Minuten Geduld braucht man in etwa bis die Kraftstoffzuleitung erwärmt wird. Die Düsen des Hauptbrenners müssen ebenfalls per Handbrenner erwärmt werden. Das Hexan wird dann geöffnet und in Gasform bei etwa 70 Grad schnell entzündet. Wenn im Dampfkessel ein Druck von 250 PSI oder eine Temperatur von 140 Grad erreicht wird, wird von Hexan auf Petroleum gewechselt, um den Kessel weiter zu erwärmen. Das Öl ist dann in gasförmigem Zustand. Durch das Anheizen mit Petroleum erreicht das Fahrzeug seine maximale Fahrleistung. Bei einsm Druck von 400 PSI oder 31 bar geht’s dann endlich los.“ Im Stanley Hotel ist bis heute die Geschichte lebendig.

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