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Reportage
Stapelweise Käfer-Leidenschaft



Eine dicke Staubschicht liegt über allem, verwandelt glatte Lackflächen in pelzige Ebenen. Macht aus glänzenden Chrom-Zierleisten und Stoßstangen matte Linien, die sich aus dem Staub erheben. Gerade noch schimmert das Wolfsburger Wappen auf der Kühlerhaube durch das Grau. Am Fenster bewegt ein Lufthauch ein feines Spinnengewebe.
Eine unscheinbare Scheune in einem winzigen Dorf. Knarrende Holztore geben den Blick frei in das "Reich" einer lebenslangen VW-Käfer-Liebe. In Reih und Glied stehen die Oldtimer nebeneinander und übereinander. Fein aufräumt, wie in einem überdimensionalen, längst vergessenen Spielzeugladen. Erste Reihe unten Käfer, zweite Etage Käfer, dritte Etage Käfer und ein Glas Gogomobil. Und vor dem riesigen Regal - blitzeblank und glänzend ein noch zerlegter Brezelkäfer, eine BMW Isetta und ein Mercedes 170S. Es ist kein Scheunenfund, denn all diese Fahrzeuge sind nicht vergessen, nur "geparkt". Sie sind Zeugen einer großen Leidenschaft für Oldtimer. Sämtliche Autos hat der Besitzer eigenhändig detailgetreu restauriert, bevor er sie per Gabelstapler in die Regale verfrachtet hat. Inzwischen ist es jedesmal ein kniffeliges Unternehmen, eines der Schätzchen aus dem Regal zu nehmen, um es zu fahren. Aber keines der geliebten Autos soll verkauft werden.

05.10.08








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