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60 Jahre Karten-Orientierung für Auto-Reisende



Datum: 05.08.2011     Autor: Brigitte Kehl / Oliver Kammern

60JahreLandkarten
60JahreLandkarten

Seit über 60 Jahren, so ziemlich die Hälfte der Zeit, seitdem das Automobil erfunden wurde, können sich Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind, mit Karten des Maierdumont Verlages orientieren.



Als Bertha Benz sich 1888 auf ihre legendäre Überlandfahrt mit dem Benz Motorwagen Nr. 3 aufmachte, orientierte sie sich für die Wegfindung noch an der Eisenbahnlinie von Mannheim nach Pforzheim und fragte mitunter nach dem Weg. Doch nur einige Jahre später, wollte der Automobilreisende auch ihm unbekannte Strecken zurücklegen. So wurden um 1900 die ersten regionalen Straßenkarten für Rad- und Kraftwagen verlegt. Es folgten die Atlanten für Automobilisten. In den 1930er-Jahren gaben die Ölgesellschaften kostenlos Straßenkarten und Stadtpläne heraus, um es ihrer Kundschaft zu ermöglichen, ganz leicht zu den jeweiligen Zapfsäulen oder den Tankstellen zu finden.
Schon Karl Baedeker ergänzte das erste Handbuch für Schnellreisende – die Rheinreise von Mainz bis Köln – bei seinem Nachdruck im Jahre 1832 um eine Rheinlaufkarte. So begann die Verbindung von Reisehandbuch und Kartografie. Die eigentliche Entwicklung der Kartografie im Hause MAIRDUMONT beginnt aber im Jahr 1948 mit der Gründung des Kartographischen Instituts Kurt Mair. Kurt Mair (1902–1957), selbst ein Auto-Pionier, ging seiner Leidenschaft auch beruflich nach und schrieb mehrere Bücher zu diesem Thema, darunter den Klassiker Hochstraßen der Alpen. Schon im Gründungsjahr begann die Zusammenarbeit mit der Deutschen Shell: Man gab Straßenkarten heraus und 1950 den ersten Shell Atlas.

60JahreLandkarten
60JahreLandkarten

Die Verbindung von Kartografie und Reisehandbuch wird 1951 ausgebaut mit der Gründung des Baedeker Autoführer Verlags. Die Baedeker Autoführer enthielten hervorragende Straßenkarten von Kurt Mair. Dieser war für den Reiseführerverlag, dessen kartografische Basis dem Krieg zum Opfer gefallen war, ein idealer Partner. Für die neu entstehende Klientel, die Autotouristen, gab der Verlag für den Shell Touring Service zuerst eine Serie von handlichen Auto-Reiseführern für deutsche Reisegebiete heraus. Es folgten bald große Länderführer für europäische Staaten. Die Idee des Autoführers erwies sich als richtig, denn die Demokratisierung des Reisens fand in den Fünfzigerjahren hinter dem Lenkrad statt. 1959 gab es schon 3,7 Millionen Autos in Deutschland. Und nicht wenige ihrer Besitzer fuhren damit in den Urlaub.
Heute werden neben den gedruckten Karten auch elektronische Produkte angeboten.






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