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Indianapolis in der Schweiz: Oldtimer im Radstadion



Datum: 29.07.2011     Text: Ruedi Müller, Oliver Kammern   Fotos: Fredi Vollenweider, Andreas Küng

Oerlikon2011
Oerlikon2011

Was ist ein Scratch?“ fragt jemand auf der Tribüne der Offenen Rennbahn in Zürich-Oerlikon. Die Antwort bekommt er gleich von mehreren Seiten: „Da fahren einfach alle los und wer nach zwölf Runden als Erster ins Ziel kommt hat gewonnen. Da ist Taktik angesagt.“ Die Zuschauer sitzen dicht gedrängt auf den steilen Tribünenrängen der ältesten bestehenden Sportanlage der Schweiz. Seit 1912 – da galt die weltweit erste Spannbetonkonstruktion als architektonisches Meisterwerk – werden auf der 333 Meter langen Bahn mit einer Kurvenneigung von 45,5 Grad Wettkämpfe ausgefochten.



Wo Schweizer Radsporttalente wie Ernst Kaufmann und Paul Suter auf Weltmeisterkurs gingen und damit die Begeisterung für den Radrennsport in der Schweiz auslösten, finden auch die sogenannten Dienstagsrennen statt. Einmal im Jahr treffen sich im Sommer historische Motorräder und Rennboliden um beim „Indianapolis in Oerlikon“ in friedlicher Koexistenz mit den Radrennfahrern das Rund zu teilen. Die Stimmung ist einmalig, die Spannung hält an, wenn die Sonne hinter dem Stadionrund versinkt und die Scheinwerfer auf den Asphalt ihr gleißendes Licht werfen.

Oerlikon2011
Oerlikon2011

2012 feiert die „Offene Rennbahn Oerlikon“ ihr 100jähriges Bestehen und auch das 10. „Indianapolis in Oerlikon“ in der letzten Juliwoche. Ende 2012 läuft der Mietvertrag für die Rennbahn mit der Stadt Zürich aus. Da verschiedene neue Bauprojekte - wie ein Eishockeystadion, ein Parkhaus oder ein Kongresszentrum auf das Gelände drängen - ist ungewiss, ob auch 2013 die Lichter wieder angehen für ein aufregendes Rennen im Rund.

www.rennbahn-oerlikon.ch




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