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Vor 80 Jahren: Opel-Schule für Leiter & Gehilfen



22.04.2011   Autor: Oliver Kammern

Die Kundendienstschulung von Opel feiert runden Geburtstag: Vor 80 Jahren rief der Rüsselsheimer Automobilhersteller die werkseigene Kundendienstausbildung ins Leben und leistete damit Pionierarbeit. Die Lehrgänge der Schule richteten sich an „Leiter und Gehilfen“ der Kundendienstabteilungen bei den Händlern mit dem Ziel, erstklassige Arbeit zu gewährleisten.

Opel Schule
Opel Schule

Ab dem Frühjahr 1931 werden zwölf bis 15 Mechaniker in zweiwöchigen Kursen ausgebildet und erhalten nach bestandener Prüfung ein Diplom. Die erste Schule auf dem Rüsselsheimer Werksgelände umfasst einen Unterrichtsraum, eine Musterwerkstatt und ein Teilelager. Die Ausstattung mit Lichtbild- und Filmvorführungsapparaten ist technisch auf der Höhe der Zeit. „Von Grund auf wird jeder Handgriff praktisch geübt, denn beim Kundendienst kommt es nicht nur auf größte Sorgfalt, sondern auch auf größtmögliche Schnelligkeit an“, heißt es in einer Werbebroschüre von 1933. Im selben Jahr ergänzen sechstägige Kurzlehrgänge das Ausbildungsangebot.

Opel Schule
Opel Schule

Fliegende Kundendienstschule: Praxisnaher Unterricht vor Ort

Um möglichst viele Mechaniker der Werkstätten zu erreichen, wird die „Opel Service Schule“ 1935 um eine besondere Komponente erweitert: die „Fliegende Kundendienstschule“. Die dafür eingesetzten Fahrzeuge werden komplett mit Werkzeugen und Maschinen ausgerüstet und so können die Trainer teilweise mehrwöchige Lehrgänge vor Ort bei den Opel-Betrieben abhalten. 1944 unterbricht der Krieg für kurze Zeit das sich stets weiterentwickelnde Lehr- und Lernmodell. Bereits 1947 unterrichtet ein Ausbilder wieder in zweitägigen Notkursen in Rüsselsheim, und fünf Jahre später begrüßt die Kundendienstschule den 50.000sten Teilnehmer. Die Einrichtung wächst auf 19 Lehrsäle, zwei Karosserieschulen und eine Lackierschule an. 1966 eröffnet Opel im vier Jahre zuvor erbauten Werk Bochum eine weitere Schule. Die Tradition der Wanderschule aus den 1930er Jahren wird 1971 mit der „Rollenden Kundendienstschule“ wieder aufgenommen.

Dabei spiegelt der Lehrplan mit Themen wie Hydramatic und Dynaflow zur Einführung moderner Automatikgetriebe ab 1950, der mechanischen Kraftstoffeinspritzung (1969), dem Dieselmotor (1972) oder der Klimaanlage (1977) den technischen Fortschritt im Automobilbau wider. Zudem gehören Werksrundgänge zum Programm, um den Lehrgangsteilnehmern einen Einblick in aktuelle Fertigungsmethoden zu geben.

Opel Schule
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