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Ausstellung


Von Entdeckern und ihren Automobilen



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Bis ans Ende
wanderer

"Das Ende der Welt" wollten die Menschen schon immer entdecken und seit es Fahrzeuge gibt, wurden Entdeckungsreisen "bis ans Ende der Welt" machbar. Im Audi museum mobile zeigt die gleichnamige Sonderausstellung Expeditions- und Langstreckenfahrzeuge, die ihre wagemutigen Fahrer rund um den Globus brachten.

Forscherdrang und Fernweh sind in der Geschichte der Mobilität ausschlaggebende Antriebskräfte: Ihnen ist zu verdanken, dass der Mensch Fortbewegungsmittel aller Art entwickelte und mobil wurde. Die Abenteuerlust hat Automobilsten seit jeher bis an ihre Grenzen gebracht. Originalfahrzeuge, die bis an die entlegensten Plätzen dieser Welt über tausende Kilometer unterwegs waren, erzählen im Audi museum mobile von ihren abenteuerlichen Reisen.

Von der Geburt des Automobils an, beschleunigte es den Entdeckergeist. So begab sich Bertha Benz 1888 heimlich mit dem Patentmotorwagen ihres Mannes auf Reisen. Eine Sahara-Durchquerung erfolgte 1922 mit dem Citroen Autochenille B2, einem ungewöhnlichen Halbkettenfahrzeug, das statt Hinterräder einen Raupenantrieb besaß. Zwei Franzosen bewältigten auf diese Art 3200 Kilometer in drei Wochen bei einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Das originale Kommandofahrzeug, der sogenannte "Scarabée d’Or" (Goldener Käfer) ist nun im Audi museum mobile zu sehen.
Das Expeditionsfahrzeug "Max Reisch" ist eine weitere Rarität in fahrtüchtigem Zustand. Das wagemutige Vorhaben, Asien mit dem Auto zu durchqueren, gelang Max Reisch mit dem österreichischen Steyr Typ 100. Das Fahrzeug entspricht bis zur A-Säule einem Serien-Steyr, der Alluminium-Aufbau dahinter wurde von Prof. Dr. Max Reisch entworfenen und speziell samt kleiner Ladefläche angefertigt. Die 40.000 Kilometer lange Reise mit dem 32 PS starken Steyr dauerte zwei Jahre.

Noch gewaltiger war die Tour der beiden Tschechen Miroslav Zikmund und Jiri Hanzelka, die 1947 mit einem Tatra Typ 87 zu einer Weltfahrt starteten. Das Fahrzeug zeichnete sich durch die stromlinienförmige Karosserie, unabhängige Federung, Heckmotor, Luftkühlung und einen hubraumstarken V8-Motor aus. In drei Jahren legten die beiden knapp 90.000 Kilometer auf afrikanischen und amerikanischen Pisten zurück, der Tatra Typ 87 blieb ohne nennenswerte Defekte. Dieses tschechische Prestige-Automobil ist eine Leihgabe des Nationalen Technikmuseums Prag und ist das erste Mal in Deutschland ausgestellt.

Bis ans Ende
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Auch die Vier Ringe waren immer wieder bei Expeditionen vertreten. Vier bewährte Fahrzeuge sind in der neuen Sonderausstellung im Audi museum mobile zu sehen: Drei DKW F Meisterklasse in verschiedenster Ausführung starteten1935/1936 unter Paul Hartlmaier mit dem Motto "3 mal 20 PS" auf eine 18.000 Kilometer lange Indien-Expedition Kilometer. Da kein Originalfahrzeug nach der strapaziösen Unternehmung erhalten blieb, wird ein baugleiches Modell der DKW F5 Meisterklasse, eine viersitzige Cabrio-Limousine von 1935, ausgestellt.

DKW Munga waren beliebte Geländewagen bei zahlreichen Expeditionen. 1978 fuhren zwei Serien-Audi 100 mit Dieselmotor in 66 Tagen 30.000 Kilometer um die Erde. Gezeigt werden ein DKW Munga, ein Audi 100 und der Audi A4 , mit dem Gerhard Plattner die Panamericana- Fahrt von 1995 von Alaska bis Feuerland in 20 Tagen, 11 Stunden und 55 Minuten bewältigte. Für Aufsehen sorgte schon 1992 seine erste Fahrt mit einem Serien-Hybrid-Auto , dem Audi Duo, von Ingolstadt zur Weltausstellung nach Sevilla: Das war die erste Langstrecken-Fahrt mit einem Hybridfahrzeug.
Und wahre Langstrecken-Härtetests von Gerhard Plattner waren die sparsamste Weltumrundung mit einem Audi 80 TDI im Jahre 1992 (Durchschnittsverbrauch 3,78 L/100 km bei 85,8 km/h) sowie die schnellste Weltumrundung in einem Audi S2 (in 28 Tagen und 16 Stunden) im Jahre 1991.
Zwölf Automobile und noch viel mehr Geschichten faszinieren Autofans, Reisefreunde und Fernwehgeplagte vom 10. September 2008 bis 7. Januar 2009 im Audi museum mobile. Aber auch Entdecker ohne Automobil werden vorgestellt, wie Ferdinand Magellan , der von 1519 bis 1522 die Welt umsegelte, oder Friedrich Gustav Kögel , der Ende des 19. Jahrhunderts per pedes auf Weltreise ging. Unvergessen ist auch Heinrich Horstmanns Radtour um den Globus mit einem Drahtesel anno 1895. In Gedenken an die großartigen Leistungen der Langstreckenfliegerin Elly Beinhorn , die als erste Frau im Alleinflug die Erde umrundete, ist anlässlich der Sonderausstellung auch ein Modell ihres Fliegers Messerschmitt ME 108 "Taifun" ausgestellt.

Das Audi museum mobile im Audi Forum Ingolstadt ist täglich von Montag bis Sonntag von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Dauer der Ausstellung: (10. September 2008 bis 7. Januar 2009)









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