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RM Auctions fährt zum Concorso groß auf



Datum: 25.03.2011   Autor: Adrien Duncan

Für die erste Auktion während des Concorsa d'Eleganza Villa d'Este zieht RM auctions alle Register. Einer der 30 Oldtimer, die unter den Hammer kommen, ist der Ex Targa Florio 1965 Works Prototype Ford GT Roadster mit der Chassis Nr. GT/111.

Nur elf Vor-Produktions Prototypen des Ford GT wurden zwischen 1965 und 1965 gebaut. Der GT/111 war der zweite eines letzten Fünfer-Lots, das bei Ford Advanced Vehicles im Werk Slough gebaut wurde zu Beginn des Jahre 1965. Sir John Whitmore testete den Wagen erstmals auf dem Ring von Le Mans 1965, neben einem 1964 Coupé GT/105, den Richard Attwood fuhr. Mit seiner original weißen Lackierung auf Borrani 6,5 und 8 inch Reifen, schaffte der neue Roadster die Runde in 3 Minuten 44,9 Sekunden, gerade hinter dem Coupé.

RM Auctions Villa D´Este Ford GT40 Prototype
RM Auctions Villa D´Este Ford GT40 Prototype
Sehen Sie hier das Bild des einzigartigen Oldtimer Rennboliden Ford GT40 Prototyp

John Wyer beschloß nun, einen einzigen Werks GT40 beim berühmten Sizilianischen Rennen Targa Florio einzusetzen. Er wählte den Roadster, der ihm auf Grund der Hitze und der gefürchteten zehn Runden auf 447 Meilen Challenge am passendsten schien. Obwohl er bisher nur bei Le Mans getestet worden war, fiel die Entscheidung für den GT/111. Innerhalb eines Monats wurde der Wagen umlackiert in FAV lindgrün und mit Hallibrand Magensium legierten Rädern ausgestattet.

Als Targa Floria erfahrene Fahrer packte man Sir John Whitmoore und dem Amerikaner Bob Bondurant in ein Team. Gegen eine schier unbezwingbare Übermacht von vier 908 Werks-Porsches und einem Trio Ferrari 275PS, machte sich der GT40 zunächst sehr gut und schob sich bis auf Platz drei vor. Das Desaster kam in Runde neun, als Bondurant auf Schotter den Halt verlor und von der Fahrbahn abkam. Mit dem Aufschlag auf einen Steinpfosten wurde die fordere Radaufhängung und der Schalenrumpf so stark mitgenommen, dass ein frühzeitiges Aus für den Sportler unumgänglich war.

Zurück im Werk in Slough wurde der Wagen untersucht und wieder in Stand gesetzt. Für Wyer und sein Team stand unterdessen schon fest, dass der weitere Weg mit einem Coupé zum Erfolg führen sollte. Dem GT/111 blieb ein trockenes Plätzchen in einer Lagerhalle und die Aufgabe als Ersatzteilelager zu dienen. Das war zeitgleich das Ende des Roadster Programms. Als Ford Advanced Vehicles (FAV) im Jahr 1966 das Werk in Slough aufgegeben hat, soll es die Order gegeben haben, den GT/111 in zwei Teile zu schneiden und zu verschrotten.

RM Auctions Villa D´Este Ford GT40 Prototype
RM Auctions Villa D´Este Ford GT40 Prototype
Cooper-Maserati Baujahr 1961

Vierzig Jahre später tauchte der GT/111 wieder auf. Der Schrotthändler, bei dem der Wagen angeliefert worden war, hatte ihn statt in die Presse in eine Garage plaziert wo er inklusive Chassis-Nummer die Zeit überdauert hatte. Die FIA und der GT40 Experte Ronnie Spain untersuchten die beiden Teile noch bevor die Restauration und der Wiederaufbau begann. Beide kamen übereinstimmend zu dem Schluß, dass es sich um den original GT/111 handelte.

Das Chassis wurde Gelscoe Motorsport Limeted übergeben, einem GT40 Spezialisten, der den GT/111 wieder nach ursprünglichen 1965 Targa Florio Renn-Spezifikationen herrichtete. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Ford Advanced Operations, John Etheridge, führte die aufwendigen Arbeiten durch und der GT/111 berührte erstmals wieder Rennboden beim Goodwood Revival im Jahr 2007.



Weitere Highlights der Auktion:

Zu den handverlesenen 30 Fahrzeugen, die zur Auktion kommen gehört auch der 1953 Ferrari 250 MM Pinin Farina Berlinetta (chassis # 0352 MM / 0239 EU). Doch davon nicht genug: ein 1938 Talbot-Lago T150C-SS Teardrop Coupé und ein 1955 Ferrari 375 MM Pinin Farina Berlinetta sind auch dabei.

Durchschnittlich soll jedes der angebotenen Fahrzeuge 1 Million Euro wert sein, kein Wunder, denn die Creme der Automarken von Delahaye, Bugatti, Mercedes-Benz, Alfa Romeo und Rolls Royce sind mit am Start.

Auch für Film-Fans ist etwas dabei: der Porsche 911 S Baujahr 1970 von Steve McQueen, den er als Michael Delaney in der fantastischen Eröffnungssequenz im Film "Le Mans" chauffierte. Während der Dreharbeiten hatte sich McQueen so an den graufarbenen Porsche gewöhnt, dass er ihn gleich mit nach Hause nahm. Nachdem in Portugal die Neuauflage des Films abgedreht ist, dürfte beim Kinostart erneut das Interesse am Fahrzeug geweckt werden.




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