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Der Cisitalia 360 kommt auf die Rennstrecke



17.02.2011   Autor: Oliver Kammern

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Sehen Sie hier das Video über den Oldtimer Cisitalia 360.

Der Italiener Piero Dusio hatte sich Mitte der Fünziger Jahre einen Namen gemacht mit dem Bau von Straßen- und Rennwagen-Kleinserien. 1947 dominierten die Cisitalia D46 Rennwagen sogar das Renngeschehen der italienischen Voiturette-Klasse. Doch der Italiener strebte nach Größerem. Er träumte davon einen Rennwagen in der höchsten Klasse, dem Grand-Prix auf die Strecke zu bringen. Die Arbeiten am Projekt Cisitalia 360 „Porsche-Cisitalia“ begannen 1947. Doch es sollte ein Traum bleiben. Keiner der Rennwagen ist jemals ein Rennen gefahren. Das soll sich bald ändern. Die Porsche AG hat jetzt entschieden, die Konstruktion mit heutigem Ingenieurswesen zu vollenden und die Fahrzeuge bald auf einer Rennstrecke zu präsentieren.

Cisitalia
Cisitalia


Zu seiner Zeit war das Projekt Cisitalia 360 vielversprechend und konnte es mit den potentiellen Konkurrenten von Alfa Romeo, Ferrari, Maserati und Mercedes durchaus aufnehmen. Der 12-Zylinder Mittelmotor, den Ferdinand Porsche bereits 1934 im Auto Union Typ A realisiert hatte, verlieh dem Wagen eine außergewöhnliche Straßenlage. Außerdem hatte der Cisitalia 360 einen Vierradantrieb mit der Besonderheit, dass Vorderräder zuschaltbar war. Das Fünf-Gang-Getriebe war synchronisiert. Eine weitere Entwicklung, die Porsche für Auto Union gemacht hatte, waren die vier einzeln aufgehängten Räder, die vorne auf der parallelen Längslenkeranordnung basierten. Die Aluminiumkarosse, die sich über einen Rahmen aus Molybdän-Stahlbändern spannte, machte das Fahrzeug zu einem Leichtgewicht mit nur 630 Kilogramm.

Trotz der guten Vorzeichen fuhr das Projekt Cisitalia 360 in Turin 1948 schließlich langsam in den Ruin. Technische Probleme und die ab 1952 geänderten Grand Prix Regeln (Motoren mit mechanischen Vorverdichter waren verboten) gaben ihm den Rest.

Cisitalia
Cisitalia


In Argentinien war Juan Péron an der Macht und dieser mächtigste Mann im Land war ebenso Rennsportbegeistert wie seine Frau Evita. Der Cisitalia 360 I sollte den Ruhm des Landes mehren. Für Piero Dusio eine weitere Chance. Doch schon die erste Testfahrt im Autodrom von Buenos Aires endete mit einer dicken Rauchwolke, gerissenen Leitungen und Ölverlust. Nachdem die komplexe Maschine auseinandergebaut und in Teilen ausgetauscht wurde, war man nach dem Zusammenbau mit dem Ergebnis so unzufrieden, dass der Wagen schließlich nach USA verkauft wurde. Nach einem vergeblichen Versuch den Motor eines US-Schlittens einzubauen gab der neue Besitzer auf. Anton von Döry, ein Porsche-Werksvertreter schmuggelte den Wagen unter dubiosen Umständen mit falschen Papieren zurück nach Deutschland. Bei Porsche hat der Cisitalia 360 I einen Ehrenplatz gefunden im neuen Museum. Zeitweilen geht er auch auf Reisen, beispielsweise zur Allrad-Ausstellung, die im Audi Museum Mobile in Ingolstadt präsentiert wurde.

Cisitalia
Cisitalia


Der Cisitalia 360 II wurde in Turin gefunden. Mehr Ersatzteillager, denn Auto. In der Donington Grand Prix Collection blieb er viele Jahre bevor er 2010 in die Sammlung eines Privatmannes überging.

Technische Daten:

Motor
12-Zylinder 180° V-Motor, wassergekühlter Weber FallstromVergaser und zwei Centric Ladern

Hubraum
1493 ccm

Leistung:
400 - 450 PS (283 kW) bei 10.500 - 12.000 U/min

Max. Drehmoment
370 Nm bei 6000 U/min

Antrieb:
Hinterradantrieb mit zuschaltbarem Vorderradantrieb

Getriebe:
Synchonisiertes 5-Ganggetriebe, sequentiell geschaltet

Leergewicht:
650 kg

Höchstgeschwindigkeit:
Ca 300 km/h

Baujahr:
1947/1948

Stückzahl:
2



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