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Drei Porsche Oldtimer Legenden im Schweizer Pantheon



08.11.2010      Autor: Oliver Kammern

Mehr als 40 Sportler im legendären Porsche-Design zeigt das Forum für Oldtimer, Phanteon Basel. Im großen Rundbau werden die Porsches auf der sich nach oben windenden Ausstellungsstraße präsentiert. Ein Spaziergang durch die Historie der Marke. Als Highlights können gleich drei der ältesten seriengefertigte Porsches besichtigt werden: die beiden ältesten in Serie produzierten Porsches 356 und dazu den erfolgreichsten und letztgebauten Porsche 356 Gmünd von Otto Mathé, der als einziger jahrelang im Rennsport eingesetzt wurde.

Porsche Ausstellung Pantheon
Porsche Ausstellung Pantheon

Tatsächlich ist es einem Schweizer Sammler zu verdanken, dass diese drei "Urväter" der Porsche-Erfolgsgeschichte vereint im Pantheon zu besichtigen sind. 1948 begann Porsche, damals in Gmünd, Kärnten, mit der Produktion des Porsche 356. Schon im Dezember 1948 wurden drei Fahrzeuge mit den Fahrgestell-Nr. 356/2-001, -004 und -008 zum General Importeur Bernhard Blank nach Zürich überführt. Die Coupés 001 und 008 (nicht zu verwechseln mit dem Mittelmotor-Prototyp 356-001) wurden nachweislich in den 1960er Jahren verschrottet. Das somit älteste noch vorhandene 356 Coupé hat die Fahrgestell-Nr. 356/2-004.

Im Herbst 1948 lieferte Porsche zwei Fahrgestelle an die Firma Beutler in Thun. Dort wurden insgesamt sechs 356 Gmünd Cabrios karossiert. Das einzige, noch existierende Porsche Cabrio 356 Beutler Gmünd, das im März 1949 fertiggestellt wurde, hat die Fahrgestell Nr. 356/2-003. Diese beiden Fahrzeuge standen gemeinsam bei B. Blank im Ausstellungsraum an der Dufourstrasse in Zürich und wurden auch für diverse Werbeaufnahmen verwendet.

1950 begann man bei Porsche mit der Rückkehr von Gmünd nach Stuttgart Zuffenhausen. Das allerletzte Porsche 356 Gmünd Coupé, Fahrgestell Nr.356/2-052, wurde 1951 an den berühmten Innsbrucker Rennfahrer Otto Mathé verkauft. Er setzte den Wagen sehr erfolgreich in vielen Bergrennen und Sandbahnrennen ein. Der Wagen ist heute noch in unrestauriertem Original-Zustand wie ihn Mathé gefahren hat. Mathé baute damals den Wagen wegen einer Armbehinderung als Rechtslenker um.



1948, Porsche 356 Gmünd Coupe

Dies ist der älteste noch existierende, in Serie produzierte Porsche der Welt. Der Wagen wurde schon 1948 in die Schweiz eingeführt und an die Generalvertretung B. Blank an der Dufourstrasse in Zürich Seefeld ausgeliefert. Er hat die Fahrgestell Nr. 356/2-004 und wurde als Vorführwagen verwendet und auch am Genfer Automobil-Salon 1949 als Demowagen eingesetzt. Im Januar 1950 wurde der Wagen an Graf Achim von der Goltz ausgeliefert, der damals in Massagno im Tessin wohnte. Von 1952 bis 1976 galt der Wagen als verschollen. Er wurde von einem italienischen Enthusiasten entdeckt, der allerdings nicht wusste, um welche Rarität es sich handelte. Erst zehn Jahre später realisierte er, dass es ein Aluminium-Coupé aus der Gmünd-Produktion war. Über Jahre hinweg restaurierte er den Wagen nun sehr sorgfältig. Alle ersetzten Teile wurden aufgehoben und er achtete sehr darauf, dass der Wagen möglichst dem Original-Zustand entsprach. Das Reserverad trägt noch heute den Original-Reifen von Firestone, der in Pratteln in der Schweiz hergestellt wurde. Der Wagen wurde bei vielen Oldtimer-Veranstaltungen präsentiert und ist erst seit kurzer Zeit wieder in der Schweiz.

Neben weiteren 356ern in verschiedenen Ausführungen sind Fahrzeuge verschiedener Baureihen zu sehen. Bei den gezeigten Rennwagen sticht der 934er aus dem Jahr 1976 ins Auge, ein verbesserter GT-Rennwagen der basierend auf dem 911 Turbo 3.0 gerne von privaten Rennteams eingesetzt wurde. Die Bandbreite der Ausstellung reicht vom Sondermodelle eines Diesel-Traktors aus dem Jahr 1959 bis zu einem GT1 1998 mit 600 PS unter der Haube, der für die Straße homologiert wurde.

Nach den großen Sonderausstellungen über Alfa Romeo, Bugatti, MG, Jaguar, Lancia und Schweizer Autos erwecken in diesem Winter großformatige Bildnisse von Porsche-Rennfahrern und Rennstrecken Mythen und Legenden der Marke Porsche zu neuem Leben.

Eintrittspreis:
Oldtimer-Museum und Sonderausstellung Porsche CHF 10.--,

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 9 bis 17.30,
Samstag, Sonntag 10 bis 16.30 Uhr.

Die Broschüre zur Ausstellung ist im Pantheon für CHF 10.-- erhältlich.

Weiterführender Link:
www.pantheonbasel.ch

Pantheon Basel
Hofackerstrasse 72
4132 Muttenz

Telefon +41 61 466 40 66










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