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Der BMW MILLE MIGLIA "Bügelfalte" Oldtimer wird in Monaco versteigert



24.02.2010   Text: RM Auctions


Das weltweit größte Auktionshaus für historische Automobile, RM Auctions, gibt die Versteigerung eines der bedeutendsten Rennsportwagen aus der Vorkriegsgeschichte bekannt. Der einzigartige BMW 328 Mille Miglia ‚Bügelfalte' aus den Jahren 1937 mit der Fahrgestellnummer 85032 wird erstmalig auf der RM-Eröffnungsauktion Sporting Classics of Monaco am 01. Mai 2010 im Grimaldi Forum versteigert werden.

"Unsere Auktion in Monaco wird einige wirklich außerordentlich historische Fahrzeuge umfassen, aber die Versteigerung dieses absolut einzigartigen BMWs mit seiner faszinierenden Geschichte stellt für jeden Sammler von bedeutenden Automobilen eine hervorragende Möglichkeit dar", so der geschäftsführende Direktor von RM Europe Max Girardo.


BMW hatte schon vor dem zweiten Weltkrieg aktiv an Motorsportrennen teilgenommen und mit seinem technisch hochentwickelten und leistungsfähigen Modell 328 beachtliche Erfolge gefeiert. Die Fahrgestellnummer 85032 wurde im Mai 1937 als Standardkarosse für die BMW-Entwicklungsabteilung unter Leitung von Rudolf Schleicher gebaut. Der Wagen nahm 1937 beim Rennen von Le Mans teil, gefahren von dem damalig sehr berühmten britischen Rennfahrer A.F.P Fane, und bei der Tourist Trophy im gleichen Jahr wurde der Wagen von H.G. Dobbs gelenkt. Im darauffolgenden Jahr nahm das Fahrzeug an der Mille Miglia teil und errang einen bemerkenswerten Sieg in der Zwei-Liter-Klasse, wieder mit Fane am Steuer und William James als Beifahrer. Das Fahrzeug 85032 gewann später noch die Goldmedaille bei der Deutschen Alpenfahrt mit Fritz Roth und "Blasi" Huber und errang den Gesamtsieg bei der selben Veranstaltung im Jahre 1939. Im Herbst 1939 wurde die Nummer 85032 von der Rennabteilung in seine Einzelteile zerlegt und komplett neu aufgebaut mit einer offenen Stromlinienform für den Einsatz als Werkswagen bei der Mille Miglia 1940, zusammen mit zwei weiteren stromlinienförmigen Coupés.

Die wunderschöne und absolut einzigartige Karosserieform des ‚85032' wurde entworfen von Wilhelm Kaiser, einem sehr erfahrenen Mitarbeiter der neuen BMW Design-Abteilung "Künstlerische Gestaltung" unter der Leitung von Chefdesigner Wilhelm Meyerhuber. Gebaut wurde das Fahrzeug in der BMW-Rennabteilung in Milbertshofen, Deutschland, und seinen Spitznamen erhielt es durch den markanten Kniff auf seinen Kotflügeloberseiten. Diese charakteristische und ikonenhafte Karosserieform wurde zum Maßstab einer ganzen Generation von Sportwagen in der Nachkriegsgeschichte, dessen Einfluss man sehr deutlich in Fahrzeugen wie auch dem Jaguar XK120 Roadster wiedererkennen kann.


Eine weitere umfangreiche und erforderliche Veränderung des Autos war der komplexe Stahlrohrrahmen für die Karosserie, doch der Neuaufbau umfasste noch wesentlich mehr als nur die Fahrwerks- und Karosserieveränderungen. Schlüsselkomponenten wir die Bremsen und das Hurth-Getriebe wurden verbessert, um die erhöhte Leistung aufnehmen zu können, die aus dem leistungsstärkeren 130 PS-Motor und dem leichteren Gesamtleergewicht von 725kg resultierte.

Von Bedeutung für die BMW-Historiker ist, dass die ‚Bügelfalte' der einzige spezielle Roadster ist, der je in den BMW-Werken in München gebaut wurde; die anderen beiden "Zweitserien" der stromlinienförmigen Roadstern (nach dem Zusammenbau) erhielten ihre endgültige Aluminiumkarosserie durch den unabhängigen Karosseriebauer Touring in Mailand.

Die neue Form des Fahrgestells 85032 wurde von Ernst Loof, dem Leiter der BMW-Rennabteilung, intensiv getestet, bevor sie 1940 bei der Mille Miglia zusammen mit den beiden 328-Coupés zum Einsatz kam. Das Fahrzeug 85032 wurde schließlich Sechster bei der Mille Miglia 1940 mit Hans Wencher und Rudolf Scholz am Steuer, während das 328-Touring Coupé von Fritz Huschke von Hanstein und Walter Bauerner in jenem Jahr den Sieg davontrug.

Nach dem Ende des Krieges 1945 war das Fahrzeug Teil der Reparationszahlungen, wurde der UDSSR übergeben und landete schließlich in den Händen von Artjom Iwanowitsch Mikojan, dem Leiter des Entwicklungsbüros von Mikojan-Gurewitsch, das vor allem als Erfinder der russischen MiG-Jagdflugzeuge bekannt wurde. Sein Sohn fuhr das Auto und tauschte es letztendlich 1972 mit Giudo Adamson aus Riga gegen einen brandneuen Lada ein. Adamson behielt das Auto bis 2001, als es nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" von Riga nach München überführt und ins BMW-Museum aufgenommen wurde. Der derzeitige Besitzer kaufte diesen bedeutenden Rennwagen 2001.

Der 'Bügelfalten'-Roadster gehört zu einer schon jetzt beeindruckenden Kollektion von Fahrzeugen, die bei der RM-Eröffnungsauktion Sporting Classics of Monaco am 01. Mai 2010 im Grimaldi Forum versteigert werden - demselben Wochenende, an dem das 7. Historische Grand Prix von Monaco stattfindet. Die eintägige Veranstaltung wird 80 der weltweit edelsten Automobile einer auserlesenen Gruppe von begeisterten Automobilfans und Sammlern aus aller Welt präsentieren.

Für nähere Informationen oder zur Besprechung von Liefermöglichkeiten setzen Sie sich bitte mit dem RM-Büro in London in Verbindung unter +44 20 7851 7070 oder besuchen Sie die Internetseite www.rmauctions.com


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