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Stuttgart


Zum Hundertjährigen die Oldtimer Alfa-Romeo-Show



04.01.2010   Autor:Désirée Rohrer

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Sehen Sie hier das Video über die Oldtimer Sonderausstellung 100 Jahre Alfa Romeo auf der Retro Classics 2010


Das Herz Italiens schlägt unter der Haube eines Alfa Romeos. Motorsound und Rennerfolge, Schönheit und Leidenschaft in Blech verkörpert die legendäre Marke nun seit einhundert Jahren. 2010 zeigt die Retro Classics (12.-14. März) in ihrem zehnten Jubiläumsjahr aus diesem Grund die Sonderschau "100 Jahre Alfa Romeo". Erstmals präsentiert der italienische Sammler Corrado Lopresto fünfzig Unikate aus seiner Privat-Sammlung. Das Alfa-Romeo-Museum liefert aus Arese bei Mailand wichtige historische Meilensteine.

"Alfa Romeo ist der italienische Rennfahrzeughersteller schlechthin, etwas ganz Exklusives", so Björn Schmidt, Kurator der Sonderschau und seines Zeichens Spezialist für italienische Fahrzeuge. "In der Retrospektive sieht man, welche genialen Autos Alfa Romeo schon vor dem Krieg gebaut hat. Autos, mit denen Weltmeisterschaften und die Europäischen Tourenwagenmeisterschaften gewonnen wurden."

Das "cuore sportivo", das sportliche Herz, die Maschine, die den Mythos der Marke Alfa Romeo ausmacht beginnt offiziell am 24. Juni 1910 zu schlagen. Im Mailänder Handelsregister wird die Automobilfabrik Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili (A.L.F.A.) eingetragen, wenige Monate nachdem Giuseppe Merosi mit der Konstruktion des ersten A.L.F.A. begonnen hatte. Er bringt Erfahrung aus dem Rennbereich von Fiat und von Bianchi mit und war auch am Bau eines Rekordwagens beteiligt. Zu dieser Zeit etablieren sich Automobilfirmen durch Rennerfolge.



Mit Frischluft in die Fusion

Eine erste Blütezeit erlebt Alfa Romeo zwischen den Weltkriegen. 1925 gewinnt der Conte Brilli Peri am Steuer des 140 PS starken P2 die erste Weltmeisterschaft. In der Folge verlassen gleichermaßen erfolgreiche Sechs- und Achtzylinderwagen für Straße und Rennstrecke das Werk. "Das absolute Highlight der Sonderschau" so Kurator Schmidt "ist ein Typo B, auch bekannt als P3 bekannt; ein Entwurf von Vittorio Jano aus dem Jahre 1932".

Aus dem Jahr 1939 stammt der atemberaubende Alfa Romeo 6C 2300 Castagna, ein Unikat, das Corrado Lopresto zur Ausstellung beisteuert. Das Besondere an diesem Auto ist, daß es sich um den einzig überlebenden Prototypen einer Kleinserie von 10 Fahrzeugen handelt. Das von Castagna gebaute Modell erhielt einen von Gioacchino Colombo entwickelten leistungsstärkeren 3,5 Liter V-12 Motor und sollte eigentlich sollte er bei der Mille Miglia an den Start gehen, doch dazu kam es auf Grund des 2. Weltkrieges nicht mehr.

Als erstes Fahrzeug der Welt mit Doppelscheinwerfer wird aus der Lopresto-Sammlung ein Alfa Romeo 2500 SS, 6-Zylinder, mit einer Karosserie von Pininfarina zu sehen sein. "Dieses Fahrzeug wurde für Aga Khan entworfen und von mir in den USA aufgespürt" erzählt Corrado Lopresto. "Ich habe es letztes Jahr zu Ende restauriert und konnte bereits etliche Preise damit gewinnen".

Auch für Alfa Romeo bringt die einsetzende Massenmotorisierung nach dem Krieg den Wandel zum Serienhersteller. 1950 wird der vierzylindrige Alfa Romeo 1900 vorgestellt, eine kleine Sensation im Mittelklassesegment. Mit der 1,3-Liter großen Giulietta, liebevoll "Julchen" genannt, präsentiert Alfa 1954 in Turin den Rennwagen für den "kleinen Mann".

Auf der Retro Classics ist auch jener Alfa Romeo Giulia Sprint GTA zu bewundern, mit dem die Europäische Tourenwagenmeisterschaft 1967 gewonnen wurde.

Nahe am späteren Serienfahrzeug ist der Prototyp des Bertone Giulietta Spider aus dem Jahr 1955 von Corrado Lopresto. Das Auto wurde von Bertone für die Ausschreibung zur neuen Giulietta Spider entworfen, letztendlich jedoch von Pininfarina gebaut.

Der endgültige Durchbruch auf den Exportmärkten gelingt Alfa Romeo schließlich mit dem legendären Modell Giulia, das von 1962 bis 1978 vom Band rollt. "Mit der Giulia hat Alfa die sportliche Limousine erfunden", erklärt Björn Schmidt. "Das Image dieses Wagens war um Längen besser als das seiner Konkurrenten, etwa von BMW."

Der Prototyp des Giulia Spider - auch von Bertone gebaut, vom Stilistikzentrum Alfa Romeos in Mailand jedoch umgestaltet, als Giugiaro und Bertone damit dort vorstellig wurden - wird ebenfalls aus der Lopresto Sammlung zu sehen sein.

Zum 100. Geburtstag der Marke knüpft der seit 1986 zum Fiat-Konzern gehörige Hersteller abermals an seine große Tradition an. Im kommenden März wird auf dem Genfer Automobilsalon der neue Alfa Romeo Giulietta offiziell vorgestellt. "Die Verbindung zur Tradition funktioniert", urteilt Björn Schmidt. "Die modernen Autos unterscheiden sich heute in technischer Hinsicht kaum noch, es geht also zunehmend um die Marke und das Image." Äußerlich findet sich beim "Julchen 2010" daher so manches Zitat aus der Design-Schatzkiste von Alfa. In technischer Hinsicht indes basiert die neue Giulietta auf einer komplett neu entwickelten Fahrzeugkonstruktion.

Die internationale Oldtimer-Messe Retro Classics 2010 Stuttgart öffnet von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. März 2010. Am Donnerstag, 11. März, ist von 14 Uhr bis 20 Uhr der Preview-, Fachbesucher- und Pressetag - ausschließlich für Aussteller und Preview-Ticketinhaber.

Date to Save:
Retro Classics
Retro Classics



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