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Cernobbio
Spitzen-Oldtimer & Concept Cars am Comer See - Der Film

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Sehen Sie hier den Film über den Concorso d' Eleganza, mit den Weltpremieren der Concept Cars: Morgan Targa, Zagato SZ und dem V8 von Bertone


29.04.2009       Autor: Désirée Rohrer

Von Krise keine Spur. Auf der Kieselstein-Terrasse der Edelherberge Villa d’Este am Westufer des Comer Sees trank man Champagner und knabberte dicke Oliven und gesalzene Mandeln während die teuersten Autos der Welt ihre Runde um das Hotel-Gebäude durch den Park drehten. Schaulauf der automobilen Schönheiten, Concorso d’Eleganza Villa d’Este im Jubiläumsjahr 2009.
Schon vor 80 Jahren war das so im Grand Hotel, auch die Sache mit der Wirtschaftskrise. Im Gründungsjahr 1929 zeigten sich schon die dunklen Wolken der Krise und doch kamen die stolzen Besitzer mit ihren modernen Fahrzeugen, um sich und ihre Karossen zu präsentieren. Und damals zum Auftakt wie heute zum Jubiläum blieb der Siegerpokal, die Coppa d’Oro, in Italien.
Gewann im Jahr 1929 ein Isotta-Fraschini mit einer Karosserie von Sala, war es im Jahr 2009 ein Alfa Romeo 8C 2900B Berlinetta von Touring. Stolzer Besitzer des diesjährigen Siegers war Jon Shirley, ehemals Präsident bei Microsoft. Er hatte mit diesem Fahrzeug bereits 2008 von Pebble Beach den Sieger Pokal mit nach Hause genommen. Zu toppen war das ganze nur noch durch die Wahl des Publikums, das sich ebenfalls für diesen Alfa Romeo entschied und ihm so auch zum Pokal der Trofeo BMW Group Italia verhalf. Der Publikums-Preis für Concept-Cars ging an One-77 Aston Martin Lagonda.
Manches der Vorkriegs-Fahrzeuge ist älter, als der Concorso selbst, wie beispielsweise der Rolls Royce Phantom I Baujahr 1928 mit einer Karosserie von Brewster oder der Rolls Royce Phantom I Sports Saloon aus dem Jahr 1925. Die wohl bemerkenswerteste Perfomance machte Gräfin Roberta Kechler, die im unrestaurierten Alfa Romeo 6C 1750 GTC von 1931, der einst ihrem Vater gehört hatte, an der Veranstaltung teilnahm und in Erinnerungen an die motorisierte Familienhistorie schwelgte. Dieses Fahrzeug wurde auch mit dem Sonderpreis der FIVA als bestes original erhaltener Oldtimer ausgezeichnet.
Viele der Teilnehmer kommen nicht zum ersten Mal zu dieser hochkarätigen Schau. Wie zum Beispiel der Schweizer Sammler Heinz Eymann, der - als ehemaliger Gemüsebauer - wie Moderator Simon Kidston scherzhaft meinte "als Zeichen für die wirtschaftlichen Fähigkeiten der Schweizer steht. Denn wo sonst Manager mit Riesensummen jonglieren um Gewinne zu erwirtschaften, schafft man das in der Schweiz auch mit Gemüse." Was bewegt Sammler, auf eigene Kosten immer wieder mit anderen Fahrzeugen am Concoros in Cernobbio teilzunehmen?

Beim Concorso d’Eleganza trifft sich die Oldtimer-Familie der Oberliga. Man kennt sich aus vorangegangenen Jahren, zeigt stolz die frisch restaurierten Schätze wie beispielsweise der golfarbene Ferrari 250 GT, der nach einem verheerenden Feuer wieder originalgetreu in Stand gesetzt wurde .

Eine komplette Autoserie in der Hand eines einzigen Besitzers - für Peter S. Kalikow ist das möglich. Der Spross einer vermögenden New Yorker Investment-Familie durfte sich in jungen Jahren den Traum eines eigenen Grand Tourismo verwirklichen. Über die Produktionszahl von sieben Stück kam man nicht - umso exklusiver ist heute der Preis für einen Momo Mirage.
O-Ton Kalikow zum Preis: "Ich könnte sagen was ich will, sie würden alles bezahlen "
Der Oldtimer-Schönheitswettbewerb ist aufgeteilt in acht verschiedene Klassen. Den offenen Prewar Cars folgen die geschlossenen und die Sportwagen der Vorkriegszeit.
In der Klasse der internationalen Prestige Fahrzeugen geschlossen treten Bugatti, Fiat, Bentley Alfa Romeo und Ferrari gegeneinander an. Der Ferrari 250 GT Europa im Pinin Farina "Frack" macht das Rennen und bekommt den Preis für die sanfteste Restaurierung.
Bei den Rennwagen der frühen 50er Jahre bekommt der Fiat, 8V, Berlinetta Zagato, 1953, von Jan De Reu den Preis.
"Brot und Butter-Autos" der Nachkriegsjahre sehen in Modena eben anders aus, als im Rest der Welt und so sind in dieser Kategorie Ferrari, Masearti und Lamborghini zu sehen.
"Italian Style becomes International" heißt die Kategorie, in der 2009 der aufwendig in den Originalzustand zurück restaurierte Iso Grifo Targa Bertone 1970 gewinnt. Der sorgsam konservierte BMW 2800 Spicup des belgischen Auto-Großhändlers Roland D’Iteren polarisiert die Zuschauer.

Im Rahmen des öffentlichen Besuchertages im Park der Villa Erba feierte Veranstalter BMW ebenfalls 80. Geburtstag. Im Mittelpunkt, der erste BMW, umringt von seinen Nachfolgern und einer spektakulären Präsentation der kompletten BMW Roadster Kollektion.
Zum Massenspektakel wurde der lautstarke Auftritt des Düsenfahrzeugs "Gilda", benannt nach Ritha Hayworth in gleichnamigen Film. Nachdem der Oldtimer jahrelang im Museum still stand, hauchte ihm Scott Grundfor neues Leben ein und brachte es in Fahrt.
Wie auch schon in den Anfangsjahren des Concorso gehörte zukunftsweisende Fahrzeuge mit zur Ausstellung.

Acht verschiedene Zukunfts-Autos wurden am Seeufer gezeigt. Darunter die Weltpremieren des neuen V8 von Bertone, das Zagato SZ Design und der neue Morgan Targa aufgebaut auf dem Morgan Aeromax.
Ganz neue Wege ging BMW selbst mit dem Konzept-Fahrzeug GINA Light - mit einer hautartigen Oberfläche statt Blech-Kostüm.









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