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Mexico City


Hasta la Vista grünes Käfer-Taxi



31.03.2009      Autor: Oliver Kammern

Zuletzt mussten die Fiat-Lizenzbauten Premier Padmini in Mumbai dran glauben, davor die Checker Cabs in New York, dann die Ambassador-Taxis in London. Während bei uns Ur-Käfer als Oldtimer gehegt und gepflegt werden, rackern sie in Mexico City noch zu hunderten als Taxis. Aber nicht mehr lange, wenn es nach dem Willen der Politiker geht.

Concorso
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Das Gesetz, wonach ein Taxi nicht älter sein darf als acht Jahre gibt es schon länger. Aber die Mexikaner lieben ihre "Vochos", wie der grüne, das Straßenbild bestimmende Ur-Käfer liebevoll genannt wird. 13.000 Käfer rollen als Taxis durch die Straßen der Hauptstadt, obwohl die Produktion bereits 2003 eingestellt wurde.
Die Luft in der 20-Millionen-Metropole ist an manchen Tagen zum Schneiden dick. Zweimal im Jahr müssen Autos zur Abgasuntersuchung (auch wenn man sich den TÜV schenkt) und jeder Wagen hat einmal in der Woche Fahrverbot.

Concorso
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Um den Untergang der "Vochos" zu beschleunigen hat die Behörde eine Verschrottungsprämie von 15.000 Pesos ausgelobt. Ein zugkräftiges Argument bei einem Preis von 75.000 Pesos für ein Neu-Taxi von Nissan oder Hyundai. Doch dagegen spricht, dass selbst ein 15 Jahre alter Käfer auf dem Gebrauchtwagenmarkt ansehnliche 30.000 Euro bringen kann.
Concorso
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Im Heck eines grünen Ur-Käfer-Taxis arbeitet zuverlässig ein scheinbar unverwüstlicher 1,6 Liter-Motor mit 46 PS. Die Ersatzteillage ist wunderbar, denn bei einer Stückzahl von insgesamt 21529464 Käfern, die einst in Puebla produziert wurden, braucht man sich darum nicht zu sorgen.








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