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Hamburg


Spannende Ausstellung - Chronologie der Stromlinie




24.01.2009 Autor: Oliver Kammern

Schon in den Anfangszeiten der Mobilisierung haben sich Konstrukteure mit dem Thema Luftwiderstand befasst. Bei "Prototyp - Sammlung Mobiler Kultur" in Hamburg wird bis 29. März die ganze Palette der Entwicklung gezeigt - mit 30 so noch nie ausgestellten Exponaten. Eine Chronologie der Stromlinienform mit Fahrzeugen, historischen Dokumenten, Fotos und Studienmodellen. Unterstützt wird die Ausstellung von Sammlern, Archiven und der Automobilindustrie. Auftakt der Ausstellung war ein Symposium mit Vorträgen zahlreicher ausgewählter Referenten, wie beispielsweise Aerodynamik-Experte und Ralf J. F. Kieselbach und Dr. Gerhard Wickern (Audi AG) zum Thema "Windkanalversuche" und Klaus Martin Hoffmann über "Art Deco im Automobildesign am Beispiel des Adler "Autobahn".


Bilder © Prototyp Hamburg

Alles begann mit der Tropfenform

Anfangs wurden die Konstrukteure belächelt, die mit Wind und Dynamik experimentierten. Der Nutzen schien fragwürdig und die oft skurril wirkenden Modelle lösten allenfalls Kopfschütteln aus. Erst durch das wachsende Interesse am Rennsport wurde auch das Thema Windwiderstand für den Fahrzeugbau akzeptiert. Die sogenannte "Tropfenform" war aber für den damaligen Geschmack nicht ästhetisch genug und auch das Straßennetz und die darauf gefahrernen Geschwindigkeiten bedurften keiner Anpassung. als man begriff, dass auch im Fahrzeugbereich Windwiderstand ein Thema war, konzentrierte sich das Interesse auf windschnittiges Design von Sportwagen.


Bilder © Richard Sanderson

Der Schnellstraßenbau beschleunigte die Entwicklung

Ende der dreißiger Jahre veränderte sich alles: die Schnellstraßen wurden gebaut, das Abrißheck "erfunden". Sonderkarosserien entstanden wie beispielsweise der Porsche Typ64 Berlin-Rom Wagen, der Vorläufer des Porsche 356.

Sein italienisches Pendant, der Lancia Aprilia Aerodinamica von Battista Pininfarina, ist nicht weniger bedeutend und wird ebenfalls erstmalig gezeigt. Der Wagen wurde im Windkanal der Polytechnischen Hochschule in Turin entwickelt und in drei oder vier unterschiedlichen Ausführungen gebaut. Der ausgestellte Wagen wurde an Mussolinis Schwiegersohn Graf Ciano ausgeliefert und nahm mit der Starnummer 72 an der Mille Miglia 1938 teil.

Die Brücke zur Neuzeit schlägt der Greenpeace SMILE - Small, Intelligent, Light, Efficient - von 1996. Als hocheffizientes und leichtes Auto auf der Höhe der technischen Entwicklung stellt diese Konstruktion unter Beweis, was mit aerodynamischer Optimierung und dem Prinzip "Downsizing and supercharging", also mit sehr kleinem Hubraum und hochverdichteter Verbrennungsluft möglich ist. "Die Idee hinter dem SMILE ist heute aktueller als je zuvor" so Wolfgang Lohbeck, Projektleiter von Greenpeace.


Weitere Highlights der Sonderausstellung

o Adler Autobahn (1938)
o Kamm K3 (1938)
o Koenig-Fachsenfeld Sagitta (1947) und Monoposto (1932)
o Mercedes W196 Stromlinie Reims (1954) und C111/3 Nardo (1973)
o Veritas Avus Stromlinie (1952)
o Wanderer W25 Stromlinie Lüttich-Rom-Lüttich (1938)

Ältestes Modell der Ausstellung: Grade-Wagen von 1920

Insgesamt werden 30 sehr unterschiedliche Exponate zum Thema Stromlinie gezeigt, die die gesamte Bandbreite vom Versuchswagen (Kamm, Koenig-Fachsenfeld) über Serienfahrzeuge (Tatra) bis zum Rekordwagen (MB C111) umfassen.

Infos: www.prototyp-hamburg.de

Kontakt: Prototyp
Sammlung Mobiler Kultur

HafenCity Hamburg
Shanghaiallee 7 / Beim Lohseplatz
D- 20457 Hamburg

Tel: 040/ 39996968

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
von 10:00 bis 18:00 Uhr
Montags geschlossen

Eintrittspreise:

Erwachsene: € 7,50
Gruppen ab 15 Personen: € 6,00
Kinder 4 - 14 Jahre: € 4,50
Unter 4 Jahren Eintritt frei.
Führungen nach Vereinbarung.
Kosten für eine Führung von ca. 1 Std.:
- Normale Führung € 70,00
- "Kuratorführung" € 120,00











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